Aktuelle Ausstellung: Jim Marshall's 1967. Rock, Revolution and the Summer of Love in San Francisco

Samstag, 12. Juni  bis Sonntag, 29. August 20021 in den Räumen der Stadtgalerie

1967 hielt Jim Marshall, eine Ikone der Musikfotografie, einige der bedeutendsten kulturellen und gesellschaftlichen Ereignisse des Jahres fest, welche die Identität San Franciscos für immer definieren sollten. Marshall besaß sozusagen eine Generalvollmacht, um die Geschichte noch während des Entstehungsprozesses zu dokumentieren. Er stand neben Allen Ginsberg beim Human Be-In im Golden Gate Park, hielt Hippies im symbolträchtigen Viertel Haight Ashbury fest, zeichnete Anti-Vietnamkriegs-Demonstranten auf und fotografierte Hunderte von Bands und Konzertbesucher*innen.
Die Ausstellung „Jim Marshall‘s 1967“ zeigt eine Auswahl von 82 Bildern aus den Tausenden, die Marshall in diesem rasanten Jahr aufgenommen hat. In chronologischer Reihenfolge können die Besucher*innen den Künstler dabei begleiten, wie er Motive für Plattencover von Jefferson Airplane fotografiert, sich zu Hause mit Janis Joplin tummelt, inmitten einer Masse von Hell's Angels Fotos macht und Jimi Hendrix auf der Bühne unglaublich nahekommt. Marshall wurde von Musikern aller Stilrichtungen innig geliebt und respektiert. Er verbrachte sein Leben damit, Jazz, Folk und schließlich Rock’n‘Roll zu dokumentieren. Er lebte und arbeitete in San Francisco, als kalifornische Bands wie Moby Grape, Buffalo Springfield, The Charlatans, Jefferson Airplane und Grateful Dead an der Spitze einer kulturellen Bewegung standen, die 1967 ihre Blütezeit hatte.
„Diese Ausstellung konzentriert sich auf die Art und Weise, in der Jim Marshall dazu beigetragen hat, unser kulturelles Verständnis des Summer of Love, der Hippie-Bewegung in San Francisco und der Geburt des psychedelischen Rock’n‘Roll zu definieren. Frühere Ausstellungen haben Marshalls Arbeiten benutzt, um eine Geschichte zu illustrieren, während diese Schau den Künstler, seinen unergründlichen Arbeitsplan und seinen beispiellosen Zugang zu seinen Themen in den Mittelpunkt stellt. Jeder wird Jim kennenlernen.“ (Meg Shiffler, SFAC Galleries Direktorin und Ko-Kuratorin der Ausstellung)
Marshalls Karriere erstreckte sich über 50 Jahre, in denen er Hunderte von legendären Bildern schuf, die sich im öffentlichen Bewusstsein festgesetzt haben. Seine Fotografien erschienen auf den Covern von über 500 Alben und fingen ikonenhafte und ehrliche Porträts von Janis Joplin, Jimi Hendrix, Johnny Cash, Neil Young, Bob Dylan, den Allman Brothers, Led Zeppelin, den Grateful Dead, den Beatles und unzähligen anderen ein. In einem Artikel der New York Times aus dem Jahr 2014 bezeichnete die Star-Fotografin Annie Leibovitz Marshall als “den Rock’n‘Roll-Fotografen“.
Die Ausstellung „Jim Marshall's 1967“ wurde von den San Francisco Arts Commission Galleries organisiert, von Amelia Davis und Meg Shiffler kuratiert und ursprünglich 2017 in der San Francisco City Hall anlässlich des 50. Jubiläums des Summer of Love präsentiert. Die ebenfalls 2017 ins Leben gerufene Städtepartnerschaft zwischen San Francisco und Kiel gab den Anstoß für die Kooperation zwischen den SFAC Galleries und der Stadtgalerie Kiel.



In unregelmäßigen Abständen wird der Förderverein besondere Veranstaltungen anbieten, wie z. B. Gespräche über Kunst, Veranstaltungen mit Künstlerinnen, Künstlern, Kuratorinnen oder Kuratoren.